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Die Gründerjahre - und was vorher war

Als im Jahre 1930 der Turn- und Sportverein Okel gegründet wurde, schlossen sich, wie ältere Okeler sich erinnern, gleich mehr als etwa 50 Mitglieder dem Verein an. Das zeigt, dass diese Vereinsgründung eigentlich überfällig und Sport in Okel längst ein Teil der Freizeitgestaltung war. Dass vor nunmehr 75 Jahren der Sport in Okel nicht erst erfunden wurde, beweisen auch die Aufzeichnungen über erfolgreiche, sehr erfolgreiche Okeler Sportler, die schon in den Jahren nach dem
1. Weltkrieg mit ihren Leistungen für Aufsehen sorgten. - Nicht nur in Okel, sondern im weiten Umkreis. - Schon seit 1905 gab es hier den Radfahrerverein "Vorwärts" Okel, und der ausgezeichnete Ruf der Okeler Radfahrer verdient es unserer Meinung nach, hier gewürdigt zu werden.

Fahne Radverein

Der Radfahrerverein "Vorwärts" Okel  

Vermutlich wären nur wenige Besitzer von neuen Sportwagen heute bereit, mit ihrem schicken Modell an Autorennen teilzunehmen. Aber so ähnlich muss man sich die Situation vorstellen, wenn man sich in die Lage der Fahrradbesitzer von vor etwa 90 Jahren versetzen will.
Damals war ein Fahrrad eine Kostbarkeit. Längst nicht jeder konnte sich so ein "Velociped" leisten. Wer aber eines hatte, für den war es noch lange nicht selbstverständlich, darauf Sport zu betreiben.
So trafen sich die ersten Okeler Radsportfreunde wahrscheinlich auch zunächst zu gemeinsamen Radtouren. Vielleicht trauten sich dabei einige schon kleine Kunststückchen auf ihrem Rad zu, und daraus entstanden regelrechte Wettbewerbe.

Nicht nur in Okel, auch in Ristedt, Leerßen, Angelse, Gödestorf und Barrien entstanden derartige Radfahrervereine. Man lud sich gegenseitig ein und entwickelte einen regen Sportverkehr, zumal man ja jetzt sehr mobil war. Das Tourenfahren war bald nur noch eine von mehreren Disziplinen. "Korsofahren" und "Saalfahren" entwickelten sich. Dabei klemmten sich zwei Radfahrer eine Turnstange zwischen ihre Drahtesel, auf der dann ein Turnstange zwischen ihre Drahtesel, auf der dann ein dritter Sportler turnte.
Auch Geschicklichkeitsfahren war sehr beliebt, und darin waren die Okeler Kunstfahrer Bruns und Rottmann unschlagbar. Sie vollführten auf ihren Rädern akrobatische Einlagen. Es heißt, dass sie bei fahrendem Rade mit dem Mund ein Taschentuch vom Saalboden aufnehmen konnten.
Auch der Reitsport hatte in Okel eine starke Basis. Aber diese Sportart ergab sich fast zwangläufig durch die ländliche Struktur des Dorfes Okel, das damals etwa 600 Einwohner hatte. Sport war also nichts Neues in Okel, als der TSV Okel gegründet wurde.
Aber es fehlte ein Verein für Mannschaftssportarten wie Schlagball oder Handball, auch das Turnen wurde immer beliebter. Sicher werden einige Okeler Turner schon vor 1930 in benachbarten Vereinen mitgeturnt und mitgespielt haben. So bedurfte es nur noch eines Anstoßes für einen selbständigen Okeler Sportverein.

Der TSV Okel wird gegründet
Diesen Anstoß gaben, so heißt es, Hinrich Garlich und der damals in Okel unterrichtende Lehrer Hannes Tretau. Während Hermann Garlich und kurz danach Hinrich Garlich 1. Vorturner waren, fühlte sich Lehrer Tretau offenbar mehr dem Handballsport verbunden.
Als Hermann und Hinrich Garlich 1933 Okel verließen, hatte die Turnriege mit Johann Wessel schon längst einen Nachfolger gefunden. Johann Wessel war seit 1929 Mitglied der Turnriege des MTV Riede und schloss sich 1932 dem TSV Okel an. Als Hermann und Hinrich Garlich wegzogen, führte er sowohl die Männer- als auch die Frauenriege als Vorturner, bis er 1936 für drei Jahre nach Bremen zog.


Damenriege 1933/36
oben v.l.n.r.: Anna Schmidt (Hüneke), Sophie Legenhausen (Hüneke), Adele Wessel (Hüneke), Vorturner Johann Wessel, Luise Winkelmann (Hüneke), Grete Glade (Segelke), Anna Habe nicht (Segelke),
unten v.l.n.r.: Gesine Wrede (Plate), Sophie Schumann (Evers), Adele Stehr (Lehmkuhl).

Aber diese drei Jahre waren nur eine kurze Unterbrechung seines Engagements für den TSV Okel. Darüber an anderer Stelle mehr. Hannes Tretau wurde zum Vorsitzenden gewählt. Er war der "Motor" der Handballmannschaft, die sich wenige Jahre nach der Gründung bildete. Der Zulauf im Handballsport war erstaunlich. Auf dem Mannschaftsfoto von 1934 zählen wir 23 Handballspieler


Die Handballer des Vereins 1934
o.R.v.l.n.r.: Hermann Hillmann, Reinhard Purnhagen, Reinhard Purnhagen, Diet­ rich Schröder, Hermann Hüneke, Hermann Schröder, Karl Plate, Heinrich Schmidt,
m.R.v.l.n.r.: Hannes Tretau, Johann Meyer, Albrecht Rendigs, Heinrich Cordes, Hinrich Nordmann, Heinrich Schulenberg, Johann Albers, Hermann Ehlers,
u.R.v.l.n.r. Hermann Schröder, Heinrich Seevers, Heinrich Schröder, Her­mann Meyer, Dietrich Meyer, Johann Evers, Bernhard Schmidt.

Damit gehörten die Okeler Sportlerinnen und Sportler bei vielen Festen und Veranstaltungen im Dorf und bei den übrigen Vereinen im Landkreis selbstverständlich dazu, sammelten sportliche Erfolge und sorgten für fröhliche Geselligkeit.



Aufzeichnungen über die sportlichen Erfolge liegen leider nicht mehr vor, doch über das Auftreten der Turnerinnen sind sogar Fotos vorhanden: Als nämlich in Barrien 1932 der Sportplatz am Sonnenberg eingeweiht wurde, waren die Turnerinnen und Turner aus Okel auch dazu eingeladen.

Adele Wessel erinnert sich

Am 17. Juli 1932 wurde in Barrien ein neuer Sportplatz eingeweiht. Jahrelang hatten die Sportler darum gekämpft, nachdem ihnen ihr Platz auf dem Krusenberg gekündigt worden war. Das "Turnblatt der Niedersachsen und Friesen" schrieb seinerzeit dazu: "Mit einer Feier fanden die über 10 Jahre währenden, eifrigen Bemühungen des rührigen Vereins TSV Barrien ihre wohlverdiente Belohnung". Im Herbst beschloss die Versammlung des TSV Barrien, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Finanzierung gesichert ist, den Bau eines "Turnerheimes", das dann aber nie gebaut wurde. Aber die gleiche Versammlung stimmte dem Antrag des Reit- und Fahrvereins Okel zu, den Platz als Auslauf für die Fuchsschwanzjagden benutzen zu dürfen. Allerdings mussten die Reiter sich verpflichten, den Platz anschließend wieder herzurichten

Adele Wessel heute
Luise und Adele Hüneke (Wessel)

                         
Zur Einweihung wurden natürlich auch die Aktiven der Nachbarvereine eingeladen, darunter auch unsere Okeler Turnerinnen. Zur Turnerinnen-Riege unseres TSV Okel gehörte auch Adele Wessel, die noch heute im Besitz jenes Turnkleides ist, das sie damals trug. - Es passt ihr sogar noch!

Die letzten Jahre vor dem Krieg
Genaue Aufzeichnungen über das sportliche Angebot in den Vorkriegs- und Kriegsjahren fehlen leider. Nennenswerte Ereignisse sind es wahrscheinlich nicht gewesen, denn auch die persönlichen Erinnerungen der Mitglieder an diese Jahre enthalten keine sportlichen oder geselligen "Highlights". Vielleicht spielt dabei auch das Gefühl eine Rolle, dass der Sport, den sie so liebten, immer mehr zur "Wehrertüchtigung" missbraucht wurde. Aber das lag nicht an den Okeler Sportlern oder Vorstandsmitgliedern, sondern am falschen Regisseur. Aber selbst diese Form der sportlichen Aktivitäten war bald nur noch eingeschränkt möglich. Mannschaftssportarten litten darunter, dass die Mitglieder "im Felde standen" und nicht eingesetzt werden konnte. Zahlreiche Spiele fielen daher aus, und nach Kriegsende ruhte der Sportbetrieb nicht nur in Okel, sondern überall in Deutschland.  

Ein mühsamer Wiederbeginn
Im August 1947 wurde die Vereinsarbeit endlich wieder aufgenommen. Vorsitzender wurde Albert Rottmann, und auch Johann Wessel war wieder dabei. Er wurde Männerturnwart und behielt diesen Posten viele, viele Jahre lang. Die weiteren Vorstandsposten wurden mit Schriftführer Heinrich Potz, Kassenwart Bernhard Buschek, Frauenturnwartin Aenne Hettinger, Kinderturnwartin Alma Albers und Handball-Spartenleiter Hermann Volkmann besetzt.
Zumindest sportlich ging es zügig voran: Die Handballmannschaft wurde im September 1949 Kreismeister und das zu einer Zeit, als Feldhandball im Landkreis Grafschaft Hoya eine mindestens ebenso große Rolle spielte wie das Fußballspiel. Unserer Meistermannschaft gehörte übrigens mit Friedrich Wessel nur ein einziger Spieler an, der schon als Jugendlicher 1933 in Okel Handball spielte.
Beim Betrachten des Mannschaftsfotos von 1933 taucht unwillkürlich der Gedanke auf, wie viele dieser fröhlich lachenden Jugendlichen wohl gern 16 Jahre später noch in Okel Handball gespielt hätten.
Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 1948 wird auch ein Festausschuss mit Grete Uhlenwinkel, Luise Kastens, Bernhard Buschke, Heinrich Lübmann, Heinrich Potz und Carl Hettinger gewählt. Sie bekommen sofort viel Arbeit, denn am 14. März 1948 wurde im Gasthaus Hüneke (jetzt Winkelmann) ein Schauturnen veranstaltet. Außerdem heißt es im Protokoll der Versammlung "Das Interesse der Mitglieder für einen geschlossenen Turnerball ist sehr groß. Es ist daher beabsichtigt, diesen am 4. April in Form eines Frühlingsfestes zu veranstalten".
Auch eine alte Okeler Tradition wird wieder aufgenommen: "Der ehemalige TSV Okel hielt jedes Jahr am Stillen Freitag (Karfreitag) ein Schlagballspiel (männl. u. weibl. Mitglieder) ab. Auch in diesem Jahr ist beabsichtigt, das gemeinsame Spiel am Stillen Freitag zu veranstalten".

Schule und Sportverein - Hans Brodauf

Hans Brodauf kam in den 50-er Jahren als Junglehrer nach Okel und sorgte hier für frischen Wind. Viele Okeler erinnern sich noch an ihn. Helga Henke berichtete anlässlich seines Todes im Mai 2001 ausführlich über die Verdienste dieses aktiven Pädagogen, dessen Wirken in Okel weit über Schule und Unterricht hinaus reichte. Vor allem seiner Initiative war es zu verdanken, dass in Okel ein Sportplatz entstand, der diese Bezeichnung auch verdiente. Helga Henke erinnert sich: "Für die Gestaltung dieses Platzes - damals noch eine wahre Sandwüste mit Schutt und Steinen - beauftragte Hans Brodauf Schüler und Jugendliche damit, Eimer mitzubringen, und so wurden in Quer- und dann in Längsrichtung erst einmal Steine etc. aufgesammelt. Vom gegenüber liegenden Sandberg wurde Sand mit Kipploren, für die eigens Schienen gelegt wurden, auf den Platz gefahren, um Unebenheiten auszugleichen. Heute erinnern sich noch viele Leute an diesen intensiven Arbeitsaufwand. So entstand der Sportplatz.

Eine Sprunggrube wurde ausgehoben, den feinen Sand darin vermischte Hans Brodauf mit Sägemehl. Weitsprung, Hochsprung, Wettlauf, Staffellauf, Völkerball, alles war auf einmal möglich. Kein Wunder also, dass alle von ihrem Lehrer "beflügelt" wurden." Auch in der Vereinschronik zum 50-jährigen Bestehen wird an diese Arbeiten erinnert, bei denen der Boden auch aus dem Melorationskanal geholt wurde.
Trotz der intensiven Arbeiten sei der Platz so uneben gewesen, dass angeblich ganze Autowracks in den Löchern verschwanden.

Unser Sportplatz entwickelt sich
Fest steht allerdings, dass der Untergrund des Platzes aus feinem weißen Sand besteht, der nicht gerade einen optimalen Untergrund für stark beanspruchten Rasen darstellt. Der Untergrund war aber nicht nur mager, er war auch sehr trocken, aber nur an der einen Seite. An der anderen Seite drückte das Wasser vom nahen Sandberg, hier war der Platz zu feucht. Er musste drainiert und neu eingesät werden. Der Gemeinderat Okel stellte Geld zur Verfügung, denn das war Voraussetzung, um auch von anderen Stellen Zuschüsse zu erhalten. Der Anteil unseres Vereins bestand aus Eigenleistung. Dabei wurden wir von allen Seiten unterstützt.
Ein Unternehmer stellte Maschinen und Arbeitsgerät zur Verfügung, die Landwirte schenkten uns Stroh und Bretter für eine Dränage.
1968 musste entlang der Straße ein Ballfang errichtet werden, eigentlich eine sehr teure Maßnahme. Aber auch in diesem Falle erhielten wir vom Gemeinderat einen Zuschuss und die Eichenpfähle von den Landwirten aus den Beständen des Bauernwaldes. Selbst die Barriere, die unseren Platz umgibt, kostete uns nur Arbeitskraft und kein Geld.
Damals wurde in Barrien der Sportplatz in Bauplätze umgewandelt. Der TSV Barrien hatte daher keinen eigenen Sportplatz mehr. Wir gestatteten den Barriern, auf unserem Platz zu spielen und erhielten dafür im Gegenzug deren Barriere.

Bereits 1972 wurden erste Pläne zum Bau einer Flutlichtanlage geschmiedet, ein Jahr später konnten die Arbeiten beginnen. Wir kauften von der Bundesbahn sechs ausgemusterte Schmalmasten. In Eigenleistung wurden diese Masten errichtet und mit den erforderlichen Armaturen versehen, Gräben wurden gezogen und Kabel verlegt. Als die Anlage im August 1974 eingeweiht wurde, stellten wir fest, dass sie errichtet worden war, ohne die Vereinskasse zu überfordern.

Die Aktivitäten ruhen
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der TSV Okel bereits von den Jahren der Stagnation wieder erholt. Sie begannen etwa zeitgleich mit der Feier des 25-jährigen Bestehens im Jahre 1955, und das bei diesem Jubiläum herrschende Wetter war fast symptomatisch für die folgenden Jahre des Vereins.


Fußballmannschaft 1956
o.R.v.l.n.r.: Günter Rusch, Horst Wessel, Hans Brodauf, Hermann Kattau, Wolf­gang Arbeiter,
m.R.v.l.n.r.: Hannes Vorbeck, Fredy Schmidt, Johann Bösche,
u.R.v.l.n.r.: Heinrich Plate, Ewald Harries, Hermann Garlich,
auf dem Bild fehlen die Ersatzspieler Heinrich Baumann und Henry Purnhagen.

Die Feier war völlig verregnet, die Gäste und Mitglieder verzogen sich in Hünekes Saal und versuchten, zu retten, was noch zu retten war. Dabei hatten sich vor allem die Kinder intensiv auf das Fest vorbereitet. Aber auch die Fußballer wollten den Festtag nutzen, um für ihren Sport zu werben. Aber irgendwie war da "der Wurm drin". Zwischen 1958 und 1964 ruhte das sportliche Fußballleben im TSV Okel fast vollständig.
Die letzten noch aktiven Fußballspieler wie Walter Plate, Wolfgang Arbeiter oder Ewald Harries schlossen sich dem TSV Barrien an.

Die Kinderturngruppe - ein unverzichtbares Angebot des TSV Okel
Wenn Mitglieder des TSV Okel gefragt werden, seit wann im Verein Kinderturnen angeboten wird, lautet die Antwort meistens: "Eigentlich schon immer". Und da ist etwas dran, denn das Kinderturnen war neben dem Fußballspielen für viele Jahre das einzige sportliche Angebot des Vereins.
In einer Bestandserhebung im Januar 1956 werden bereits 33 Turnkinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren geführt. Auffallig ist dabei, dass der Verein zu diesem Zeoitpunkt 113 Mitglieder hat, darunter nur 20 weibliche Mitglieder, von denen wiederum 15 (!) dieser Turngruppe angehören.
Zwar wird in dieser Aufstellung Hans Brodauf für diese Sparte als Abteilungsleiter genannt, aber jeder in Okel "und um zu" weiß, dass Johann Wessel schon damals die treibende Kraft für das Turnen im Verein war.
Er war es, der sich nach dem Krieg um den Wiederaufbau des TSV Okel verdient gemacht hat und 1952 als Vorsitzender zum Oberturnwart gewählt wurde. Allerdings hatte der Bereich "Turnen" damals eine wesentlich größere Bandbreite als heute.

Leichtahletische Disziplinen und Ballspiele gehörten ebenso in die Palette wie Tanzen und Turnen. Leider war das Turnen durch äußere Gegebenheiten stark eingeschränkt. Es fehlten nicht nur Geräte, es fehlte vor allem eine Sporthalle. So dankbar die Erlaubnis, auf Hünekes Saal turnen zu dürfen, von den Verantwortlichen auch angenommen wurde, - eine Sporthalle konnte dieser Saal niemals ersetzen. Aber man war ja damals noch bescheiden, und die Freude am Turnen konnte Johann Wessel den Turnkindern auch in Hünekes Saal und später auf dem „Turnboden" vermitteln. Irgendwann, so erinnert sich seine Tochter Helga Henke, bat er sie um Unterstützung. "Nur ein paar Mal", sollte sie ihm die Arbeit abnehmen. "Daraus sind dann 17 Jahre geworden", lacht sie.
Zunächst setzte sie die Arbeit ihres Vaters fort. Damit war sie gut beraten, denn Johann Wessel hatte regelmäßig Übungsleiterlehrgänge besucht und dabei die dabei erworbenen neuesten Anregungen in seine Übungsstunden einfließen lassen.
Schnell hatte Helga Henke( Wessel) als sportliche junge Frau Spaß an dieser Aufgabe gefunden. Sie spürte, dass zwischen ihr und den Kindern "die Chemie stimmte" und besuchte selbst Übungsleiterlehrgänge. Aber mit der Turngruppe hatte sie auch das Problem der fehlenden Sporthalle und fehlender Turngeräte übernommen. Barren, Bälle und Bänke in Okel reichten nicht. Aber in der Syker Grundschul-Sporthalle gab es entsprechende Geräte und Platz war auch noch vorhanden.
Also stellte der Sportverein den Antrag auf Nutzung dieser Halle. Das damit verbundene Fahrproblem wurde anfangs mit dem vereinseigenen Bus gelöst; Erich Hummelmeier musste manchmal drei- oder auch viermal nach Syke fahren, um die Kinder zu den Turnstunden hinzubringen bzw. von dort wieder abzuholen.
Später wurde dieser Transport durch einen Busunternehmer durchgeführt Zunächst turnte Helga Henke dort mit zwei Gruppen Kinder.
Nach Fertigstellung der eigenen Halle kamen dann noch weitere Gruppen aus dem Vorschulalter dazu, so dass die Gesamtzahl der Kinder mehr als 60 betrug. Es hatte sich herumgesprochen, dass das Turnen unter Ihrer Anleitung in der neuen Okeler Halle Spaß macht. Endlich konnten die Kinder am Schwebebalken, auf dem Trampolin, am Reck und an Ringen turnen. Jede Turnstunde begann mit Musik vom Tonband. Ball- und Tanzspiele wurden eingeübt.
Regelmäßig beteiligten sich Okeler Turmkinder an den Jugend- und Kinderturnfesten des Kreises Diepholz. Obgleich Helga Henke nie Leistungsturnen anstrebte, sammelten die Okeler Kinder in Bassum, Sulingen, Syke, Wagenfeld oder Diepholz Urkunden für erste bis dritte Plätze wie andere Leute „Briefmarken". Ebenso erfolgreich wurde für das beliebte Kinderturnabzeichen geturnt.



Diese Gruppe hat 1979 am Jugend- und Kinderturnfest des Kreises Diepholz teilgenommen



Kinderturngruppe 1978 in der Turnhalle Syke Gelegentlich wurden alle Eltern in die Syker Halle eingeladen, um ihnen zu zeigen, was ihre Kinder in den Turnstunden alles so machen und an den Geräten gelernt haben, zum Abschluss wurde ein „Memphis" getanzt. Auch beim Jubiläumsfest 1980 waren die Kinder sehr aktiv.
Neben Turnvorführungen und Leichtathletik gab es den "Holländertanz" der Kleinen, das "Ku-tschi-tschi"- Tanzspiel der größeren Kinder und einen Pop-Tanz der Großen, die dabei bunte, zusammengenähte Seidentücher schwenkten. Da es wie aus Kübeln goss, tanzten alle barfuss, und zum Schluss gab es ein Luftballon-Wettfliegen.
Diese besonderen Veranstaltungen waren die alljährlichen Höhepunkte, für die die Kinder in den Turnstunden geübt haben. Da wurden zahlreiche Tänze einstudiert, darunter sogar ein Square-Dance. Die Weihnachtsfeiern wurden auf Winkelmanns Saal und später in der Sporthalle gefeiert. Die Kinder spielten Flöte und weiß gewandete Engel schwebten durch die Halle. Es gab Bastelnachmittage und 1976 auch ein Indianerfest mit selbst gedichtetem Indianerlied. Die "Bremer Stadtmusikanten" wurden aufgerührt. Den Text hatte Helga Henke geschrieben, und die Kostüme nähte sie auch. Diese Aufführung ist anschließend ein zweites Mal im DRK- Altenheim in Barnen wiederholt worden.



Helga Henke mit einer Kinderturngruppe beim Sportfest Ende der 80-er Jahre Heiga Henke führte auch das Laternelaufen ein. Am ersten Umzug beteiligten sich 16 Kinder und die ehemalige Lehrerin Paula Paslat. Helga Henke ging vorneweg und spielte auf der Blockflöte. "Ich kam mir vor wie der Rattenfänger von Harneln", erinnert sie sich, aber im Jahr darauf wurde der Laternenumzug ein Fest für das ganze Dorf, und die Musik wurde einer geliehenen Drehorgel entlockt. In den folgenden Jahren wurde nach dem Laternelaufen am Lagerfeuer Stockbrot gebacken und Sinalco getrunken. Die Laternen hatten die Kinder zum Teil selbst gebastelt, und um den Erwachsenen eine Freude zu machen, erschien auch Bruno Winkelmann mit „Feuerwasser". Besondere Höhepunkte waren die Faschingsfeste, Die wurden in Okel schon gefeiert, als das in den Schulen und anderen Vereinen noch längst nicht üblich war. Zur Vorbereitung wurde gebastelt, genäht, geübt, geschmückt und dann gefeiert. Nicht nur die Musik vom Tonband sorgte für viel gute Laune.
Viele dieser Aktivitäten wurden von den Turnkindern im damals noch "kleinen" TSV Okel bei teilweise ganz bescheidenen Möglichkeiten eingeführt. Um so mehr freut es Heiga Henke und würde es ihrem Vater und vielen weiteren Gründern des Vereins gefallen, dass die meisten dieser Aktivitäten auch jetzt im "großen" TSV Okel noch üblich sind und dass immer wieder Sportlerinnen und Sportler bereit sind, einen Teil ihrer Freizeit zu opfern, um diese Arbeit fortzusetzen.  

Frischer Wind durch Walter Plate
Vor 40 Jahren, im Frühjahr 1965, ergriff Walter Plate wieder die Initiative: Er belebte die Fußballsparte wieder und meldete ein Jahr später drei Fußball-Jugendmannschaften für den Punktspiel-Betrieb an. Von dem Zeitpunkt an ging es auch in den übrigen Abteilungen des Vereins aufwärts. Vorsitzender Johann Wessel wurde durch seinen Stellvertreter Walter Plate unterstützt und hatte wieder Lust und Zeit, um sich dem Kinderturnen zu widmen. Der Initiative von Lilo Jandrich war es zu verdanken, dass in diesen Jahren auch eine Damen-Gymnastikgruppe gegründet wurde, die zunächst in Winkelmanns Saal mit Schwung, Musik und guter Laune turnte.
1969 wurde wieder eine Fußball-Herrenmannschaft gegründet. Deren erstes Spiel bleibt den Spielern unvergessen, denn gegen den TSV Süstedt gab es ein 1:15 ! "Die hohe Niederlage hat die Begeisterung der Männer jedoch keineswegs gedämpft. Sie werden weiter kämpfen und hoffen, in den nächsten Wochen auch gegen versierte Gegner zu Erfolgen zu kommen. Das Spiel auf dem grünen Rasen verlangt neben Einsatzfreude eben doch auch ein stattliches Maß an Routine, das nur gewonnen werden kann, wenn Sonntag für Sonntag der Ball rollt und intensives Training für beständige Form sorgt. Warten wir ab, was aus dieser jungen Mannschaft wird", tröstete die "Kreiszeitung" in ihrer Ausgabe vom 26. August 1969 die Fußballspieler unseres TSV Okel.

Oben v.l.n.r.:Heinz-Hermann Brandt, Wilfried Rümenap, Georg Gröger, Walter Plate, Dieter Bäkefeld, Karlheinz Brahmkamp,
Unten v.l.n.r.:Erwin Meyer, Manfred Weiß, Heiko Kastens, Herbert Purnhagen,Helmut Kastens, es fehlt Manfred RümenapAus der jungen Mannschaft wurde etwas: Sie stieg auf zur 1. Kreisklasse.
Auf dem alten Sportplatz in Barrien gewann sie gegen den TSV Ristedt mit 4:1 Toren.





















Ball der Vereine
Um die Okeler Neubürger mit den schon länger ansässigen Einwohnern bekannt zu machen, wurde 1977 der Ball der Vereine ins Leben gerufen. Alle Okeler Vereine hatten dazu gemeinsam eingeladen. Am ersten Ball nahmen 250 Gäste teil, die nach der Musik der „Kolibris“ bis in den Morgen tanzten. Aufgrund des großen Erfolges wurde dieser Ball der Vereine in den folgenden Jahren fortgesetzt. Mit den Jahren ist das Interesse so weit gesunken ist, dass es sich nicht mehr lohnte.

Unser Vereinsheim
Es scheint so, als sei der Aufstieg der Dank der Fußballer für das neue Vereinsheim gewesen. Vielleicht war der Aufstieg aber auch nur eine Folge der besseren sanitären Bedingungen, unter denen sie endlich spielen und trainieren konnten.
Bis dahin mussten sie sich in ihren Autos umziehen, und nach dem Spiel gestattete ihnen Lina Paul, sich an ihrer Pumpe Schüsseln mit Wasser zu füllen, um sich damit zu waschen - kalt natürlich. Später durften sie die Duschen in der Schule nutzen, und 1971 gestattete ihnen der Gemeinderat die Nutzung von zwei Räumen im ehemaligen Jugendheim.
Dass die Fußballer den Platz selbst kreideten und vor dem Spiel die Netze aufhängten, war selbstverständlich. Die Fahnen und die Netze lagerten sie in einem kleinen Holzschuppen neben dem Platz, der dem Reitverein gehörte. Klar, dass unter diesen Umständen der Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim laut und bald unüberhörbar wurde. Ende 1972 waren die Baupläne beschlussreif, der Gemeinderat hatte "grünes Licht" gegeben, die Finanzierung der Kosten in Höhe von etwa 70.000 DM stand: 18.400 DM betrug der Zuschuss der Gemeinde, 11.000 DM spendete der Landkreis, 5.000 DM der Kreissportbund und 3.000 DM der Landessportbund. Das restliche "Loch" von 30.000 DM musste mit Eigenarbeit, aus Mitteln des Vereins und aus Spenden geschlossen werden. - Und es klappte. Ende September 1973 wurde Richtfest gefeiert, und im August 1974 wurde zusammen mit der Übergabe der Flutlichtanlage auch das Vereinsheim eingeweiht. Es hatte eine Nutzfläche von 66 Quadratmetern mit Dusche, Toilette, zwei Umkleideräumen und ein Schiedsrichterzimmer.

Der Sportplatz 1977 mit neuem Sportlerheim 1979 - Die Korbballsparte wird gegründet











Bis 1979 bestand das sportliche Angebot des TSV Okel für Herren aus Fußball, für die Damen aus Gymnastik. Die Kinder des Dorfes spielten ebenfalls Fußball oder wurden in den Kinder-Turngruppen trainiert.
Aber am 11. Juni 1979 trafen sich in der Syker Sporthalle Henriette Aumann, Liesel Bicker, Barbara Bicker, Helga Henke, Waltraud Laue, Elisabeth Laue, Elke Seevers, Helga Winkelmann und Meike Winkelmann mit Manfred Otto, dem Korbballtrainer des TSV Barrien.
Helga Henke hatte dieses Treffen arrangiert und für die neue Sportart im Dorf "getrommelt". Für Manfred Otto, der wegen anderer Verpflichtungen das regelmäßige Training nicht fortsetzen konnte, wurde mit Heinz Harries schnell ein neuer Trainer gefunden, der sicher viel mehr war, als nur ein Ersatz. Heinz Harries sorgte für geregeltes, gezieltes Training und auch für den richtigen Ton.
Damit begeisterte er nicht nur die schon Aktiven, sondern sorgte dafür, dass sich immer mehr Frauen der neuen Sportart anschlossen. Noch im Herbst wurde eine B-Jugend gemeldet, und in der Hallenserie 1979/80 gingen beide Teams zum ersten Mal in Punktspielen auf Korbjagd.


Korbball Frauenmannschaft

1. Reihe v.l.n.r. Hanna Kastens, Henriette Aumann, Helga Henke, Marlitta Ehlers, Irene Bielefeld,
2. Reihe v.l.n.r. Marianne Hagedorn, Waltraud Laue, Trainer Heinz Harries, Gaby Wolters, Helga Winkelmann, Elke Seevers.
nicht auf dem Foto Karin Ehlers, Irmgard Seevers, Liesel Bicker


Korbball Mädchen

o.R.v.l.n.r . Meike Winkelmann, Sonja Stiller, Sabine Quast
u.R.v.l.n.r. Birgit Rottmann, Barbara Bicker, Elisabeth Laue,
nicht auf dem Foto Ute Potthast, Silke Brand, Ilona Klostermann


v.l.n.r.:Birgitt Rottmann, Carmen Rottmann, Silke Iburg, Elisabeth Laue, Petra Nordmann, Martina Nordmann, Jutta Iburg, Sabine Hoopmann, Maike Winkelmann, Barbara Bicker

50 Jahre TSV Okel - das muss gefeiert werden
Für dieses Jubiläum hatten Vorstand und Übungsleiter ein vielfältiges Programm vorbereitet und auch eine Chronik erarbeitet. Am Sonnabend, 30. August zeigte der Verein in einer Sportschau einen Querschnitt durch sein sportliches Angebot. Alle Sparten des Vereins präsentierten sich, die Korbballdamen "vernaschten" dabei ihre Partner und Ehemänner, eine Turnerriege, die sich in Stil und Aussehen den Gründerjahren angepasst hatte, stellte sich vor und zum Abschluss stiegen etwa 100 bunte Luftballons in den regenverhangenen Himmel. Abends wurde bei Winkelmann der offizielle Teil erledigt und anschließend kräftig Geburtstag gefeiert. Die Festansprache hielt unser damaliger Vorsitzender

Hans-Joachim Henke.

Einen Teil dieser Ansprache widmete er der Vergangenheit des Vereins, doch dann ging es um die Zukunft. Dabei stand natürlich die geplante neue Sporthalle im Mittelpunkt seiner Visionen. "Dadurch wird es möglich sein, neue Sportarten anzubieten und das Angebot im Breiten- und Freizeitsport noch zu erweitern. Ich erwarte mit Sicherheit ein Wachsen des Vereins", erklärte er. Landrat Heinz Zurmühlen beglückwünschte die Vereinsführung dazu, dass es in Okel immer wieder möglich war, Mitglieder zu finden, die zu ehrenamtlicher Mitarbeit bereit waren. Bürgermeister Karl-Friedrich Struß brachte das wohl schönste Geburtstagsgeschenk mit, als er dem Landrat ans Herz legte, den Bauantrag für die neue Sporthalle rasch bearbeiten zu lassen.




Neben weiteren Offiziellen des Sportbundes und des Turnkreises gratulierten auch die Vertreter der Nachbarvereine, Hermann Evers (TSG Osterholz-Gödestorf-Schnepke), Hermann Nullmeyer (MTV Riede), Heinz Hüneke (TSV Barrien) und Friedel Brenning (TuS Syke), und lobten die angenehme Zusammenarbeit. Schließlich überreichte Ortsbürgermeister Heinz Cordes dem Verein drei Bälle: Einen Herren-, einen Jugendfußball und einen Korbball.

Neue Impulse durch die neue Sporthalle

Im Juni 1982 war es endlich so weit: Die neue Halle konnte eingeweiht werden. "Was lange währt, wird endlich gut". - Unter dieses Motto hatte unser Vorsitzender Hans-Joachim Henke seine Festansprache zur Einweihung der neuen Sporthalle gestellt. Dass zu dieser Feier so viel Prominenz erschienen war, hatte einen ganz besonderen Grund, denn die Stadt Syke übergab an diesem Tage nicht nur die neue Sporthalle, sondern gleichzeitig auch das neue Feuerwehrgerätehaus. Daher brachte Stadtdirektor Karl-Heinz Wodtke auch zwei Schlüssel mit. Den roten überreichte er Ortsbrandmeister Johann Eitmann, den grünen nahm Hans-Joachim Henke in Empfang.
Schon im August des gleichen Jahres zeigten sich die ersten der von Hans-Joachim Henke vorausgesagten Erfolge durch die neue Halle. Gleich sechs neue Sportarten wurden angeboten.
Eckhard Garlich trainierte die Tischtennisspieler, Jürgen Rottmann die Badminter, Heinrich Rottmann und Johann Wessel kümmerten sich um eine Er-und-Sie-Turngruppe, die einige Jahre zuvor eingestellte Damen-Gymnastik konnte wieder angeboten werden, weil Gerti Bellmer sie betreute. Sogar eine Trimm-Gruppe, in der Gymnastik, Ballspiele und Freizeitsport angeboten wurden, entstand unter der Regie von Heinz-Georg Schulte. Schließlich richtete Gunda Kuhlmann ein Mutter-und-Kind-Turnen ein.
Aber auch den bereits bestehenden Sportarten brachte die neue Halle Erleichterung und weiteren Zulauf. Helga Henke freute sich darüber, dass für die von ihr geleitete Kinder-Turngruppe nicht mehr mit dem Bus zum Training nach Syke gefahren werden musste. In der Korbballsparte war der Zulauf so groß, dass Heinz Harries dringend um Unterstützung bat. Drei junge Damen meldeten sich daraufhin für einen Übungsleiterlehrgang, Fachrichtung Korbball, an. Auch die Jugendfußballer konnten jetzt in den Wintermonaten in die Halle ausweichen.

Die Kehrseite der Medaille: Rote Zahlen in unserer Bilanz
Da die neue Halle nur mit einer Minimalausrüstung an Sportgeräten übergeben wurde, musste der Verein tief in die Tasche greifen, um wenigstens einen einigermaßen vertretbaren Übungsbetrieb zu gewährleisten. Aber viel kräftiger schlugen die Bewirtschaftungskosten zu Buche. Kassenwart Jürgen Rottmann legte zur Jahreshauptversammlung im Februar 1983 eine tiefrote Bilanz vor. Der Schatzmeister Jürgen Rottmann berichtete in der Jahreshauptversammlung über einen Minderbetrag in Höhe von 5 349,25 DM.
Bei aller Freude über den Aufschwung des Vereins und über das verbesserte sportliche Angebot, sorgte die neue Halle für große finanzielle Probleme. Die waren so groß, dass unser Vorsitzender damit drohte, dass sich der Vorstand Gedanken über eine mögliche Kündigung machen müsse, wenn die Stadt Syke nicht einen kräftigen Zuschuss zu den Bewirtschaftungskosten leiste. Klar, dass die Mitglieder auch um eine Beitragserhöhung nicht herum kamen. Hier stand der Vorstand vor dem Problem, die Beiträge so zu gestalten, dass künftig die finanziellen Aufgaben erfüllt werden konnten, andererseits sollte der Beitrag aber auch nicht so hoch angesetzt werden, dass es Sportwilligen künftig nicht mehr möglich wäre, im TSV Okel Sport zu treiben.

Das erste große Sportwochenende
Zwar schon recht spät, am 24. und 25. September 1983, wurde das erste Sportwochenende in Okel gefeiert. Schauplätze waren der Sportplatz und die neue Halle. Dabei zeigten alle Sparten des Vereins einen Querschnitt durch ihr sportliches Angebot. Die Korbballdamen hatten bei einer Tombola 700 Lose verkauft, und nachdem "Glücksfee" Judith Hoge den Hauptgewinn gezogen hatte, durfte Joachim Vöge mit dem neuen Fahrrad in der Halle eine Ehrenrunde drehen.

Im gleichen Jahr wurde die Korbball-Damenmannschaft sowohl auf dem Feld als auch in der Halle Meister und stieg in die Verbandsliga auf. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein vier Damen-, zwei Jugend- und sogar eine Herrenmannschaft für die Punktspiele gemeldet.

Ein neuer Bus muss her
Am Jahresende 1983 konnte endlich auch der Zuschuss der Stadt Syke verbucht werden, die Vereinskasse war wieder in Ordnung, aber die laufenden Kosten wurden nicht geringer. So war zu befürchten, dass der vereinseigene 13 Jahre alte Bus den nächsten TÜV wohl kaum überleben würde. Rost hatte ihm zugesetzt, aber noch bedenklicher war die defekte Heizbirne, die Abgase in den Innenraum abgab und Personentransporte nicht mehr zuließ.

Glücklicherweise war das Sportfest im Sommer 1984 sehr erfolgreich verlaufen. Den Erlös hatten die Sportler unter dem Stichwort "neuer Bus" auf die hohe Kante gelegt, außerdem hatten sie erfolgreich große und kleine Spenden eingeworben und den Gebrauchtwagenmarkt aufmerksam beobachtet. So konnte am 10. November 1984 den Hauptbenutzern, den jugendlichen Fußballern, ein neuer alter VW-Bus übergeben werden. Unser 2. Vorsitzender Hartmut Timke hat diesen Bus mit Liebe und Hingabe ständig gepflegt und immer wieder instandgesetzt.

TSV Okel schafft den Aufstieg in die Niedersachsenliga

oben v.l.n.r.:Marion Krone, Doris Schulz, Dietlind Schulz, Elke Albers, Trainer Heinz Harries
untenen v.l.n.r.: Anette Köster, Waltraud Dahme, Ina Helms, und Antje Thölke

Im März 1985 krönte die Korbball-Damenmannschaft ihre sportlichen Leistungen zunächst mit der Verbandsliga-Vizemeisterschaft. Dadurch hatten sich Marion Krone, Doris Schulz, Dietlind Schulz, Elke Albers, Annette Köster, Waltraud Dahme, Ina Helms und Antje Thölke für die Aufstiegsspiele zur Niedersachsenliga qualifiziert.
Dabei mussten unsere Damen im ersten Spiel gleich gegen den haushohen Favoriten TSV Emtinghausen antreten. Sie legten schnell ein 2:0 vor, verloren aber schließlich doch noch mit 2:3. Diese Niederlage steckten die Schützlinge von Heinz Harries jedoch locker weg, fegten Victoria Linden mit 7:2 und Linden 1879 mit 9:4 vom Platz. So reichte im letzten Spiel gegen den VfL Wilhelmshaven ein Unentschieden für den Aufstieg, der mit einem 2:2 nach spannendem Spiel auch erreicht wurde. "Der Aufstieg des TSV Okel ist eine kleine Sensation", hieß es am 21. März 1985 in der Kreiszeitung. Und weiter unten stand in dem Bericht: "Die "graue Maus" schlug gewaltig zu, und Trainer Heinz Harries Purzelbäume vor Freude". Den gleichen Erfolg wiederholten unsere Korbballdamen im Jahre 1988.

Erfolgreiche Badminter


v.l.n.r.: Dagmar Miske, Sascha Bettker Haral Specker, Hartwig Seevers, Bernd Schädler, Marion Seevers Das Maskottchen ist Wiebke Specker Zwei Jahre später sorgten unsere Badminter für sportliche Erfolge.

Gleich mehrere Teams gewannen Meisterschaften, zahlreiche Einzelspieler belegten in der Kreis-Rangliste Spitzenplätze. Dabei trainierte Hartwig Seevers zu diesem Zeitpunkt drei Jugendmannschaften und zwei Senioren-Teams. Die Begeisterung für den Badmintonsport ging so weit, dass andere Sparten über Nachwuchsmangel klagten. "Die Badminton-Sparte entwickelt sich "beängstigend" positiv, wobei der Erfolg dieser Sparte zu Lasten anderer Sparten geht.
Vorsitzender Henke machte jedoch deutlich, dass es im TSV Okel jedem Jugendlichen freigestellt sei und bleibe, sich seine Sportart frei zu wählen", hieß es damals in der Kreiszeitung.

Alljährliche Sport-Wochenenden
Zu den Höhepunkten im Jahr zählen seit vielen Jahren die Sportfeste in den Sommerferien. Auf dem Platz und in der Halle stellt der Verein sich mit allen sportlichen Angeboten vor, lädt benachbarte Gruppen ein, wobei insbesondere die Gymnastikdamen viele freundschaftliche Verbindungen knüpften und auch regelmäßig mit ihren bei Christa Hoge einstudierten Darbietungen für echte "Hingucker" sorgen

.



1985 spielten die Schützenfrauen gegen die Frauen der Fitnessgruppe Fußball.



Schiedrichter war der Ortsbürger-meister Heinz Cordes. Die örtlichen Vereine trugen stets zum Gelingen dieser Feste bei, indem sie sich aktiv an den Jux-Turnieren beteiligten. Dabei zeigten sich die Organisatoren dieser Veranstaltung überaus kreativ. Immer wieder gab es Neues, immer wieder suchten sie nach Attraktionen, auch wenn sie dabei einmal mächtig "gelinkt" wurden.
Für das Sportfest 1989 hatten sie den SV Werder Bremen zu einem Fußballspiel gegen unsere 1. Herren verpflichtet. Zu unserer großen Enttäuschung schickte der Bundesligaclub nur eine "Reisemannschaft", der kein einziger der bekannten Profis angehörte.



Hans-Heinrich Thölke, Judith Hoge, Hartwig Seevers beim Spiel ohne Grenzen
Damit hatten sie unsere Fußballer erst richtig "heiß" gemacht, und nachdem Spartenleiter Harald Hespe mit Helmut Volkmann und Karl-Heinz Bramkamp zwei verdiente Okeler Fußballer ausgezeichnet hatte, machten sie den Bremern das Leben schwer und kamen sogar zu einem 4:4.
Am nächsten Tag pilgerten die Okeler wieder zum Sportplatz, denn Hartmut Timke hatte eine Oldtimerschau organisiert, bei der zahlreiche rollende Raritäten ausgestellt wurden und die "Tapeten" die Besucher mit Oldie-Rock unterhielten.

800 – Jahr – Feier in Okel 1989



An der 800-Jahr-Feier haben sich mehrere Abteilungen unseres Vereins aktiv beteiligt. Der erweiterte Vorstand nahm mit einem Riesenfahrrad am Festumzug teil. Die Gymnastikdamen haben sich extra historische Kostüme genäht, in denen Sie am Umzug teilnahmen. Später beim Sportfest sind Sie in diesen Kostümen noch einmal aufgetreten. Das ganze Sportfest hatte 1989 einen Bezug zur 800-Jahr-Feier. In der Turnhalle wurde eine Bilderschau präsentiert.

Die Gymmis 1989




Oben v.l.n.r.: Liesel Bicker, Irma Früchtenicht, Helga Winkelmann, Margarete Früchtenicht, Carmen Eitner,Elfriede Schädler Waltraud Segelke
Mitte v.l.n.r.: Elfi Giese, Irmgard Timke, Karin Kastens, Charlotte Schmock, Fireda Schröder, Renate von Homeyer Birgit Rottmann
Unten v.l.n.r.: Christa Hoge, Marlene Wrede, Inge Volkmann, Doris Auerswald, Heike Schütte, Brigitte Rottmann

Einen besonderen Knüller gab es 1998, als "Wetten dass..." in Okel lief. Fünf kräftige junge Feuerwehrmänner gewannen ihre Wette, indem sie einen 14-to-Sattelsclepper in 90 Sekunden 50 Meter weit zogen, 65 Schützen marschierten auf und sangen aus voller Kehle alle vier Strophen des "Okeler Liedes", und der "Wettkönig" des Abends, Jörg Müller, blies mit verklebtem Mund in 90 Sekunden durch seine Nasenlöcher 250 Teelichter aus.

Hans-Joachim Henke stellt sein Amt zur Verfügung
Im Februar 1991 endete eine Aera, denn Hans-Joachim Henke stellte sein Amt zur Verfügung., das er seit 1980 versah. Damals hatte des TSV Okel 280 Mitglieder. Jetzt gehörten dem Verein 461 Mitglieder an. Während seiner "Regierungszeit" war die Sporthalle entstanden und damit das sportliche Angebot erweitert worden.
Sportliche Erfolge stellten sich ein, der TSV Okel hatte sich im Landkreis einen Namen gemacht, unsere Schiedsrichter und die Korbballerinnen waren auch überregional sympathische Botschafter unseres Vereins und der Stadt Syke. Zum Nachfolger wurde der bisherige Stellvertreter Heinz Harries gewählt, dessen Posten wiederum mit Dieter Hillmann besetzt wurde.

In der Sporthalle wird es eng
Schon 1988 hatten wir den Antrag an die Stadt Syke gerichtet, die Sporthalle um einen Geräteraum zu erweitern. Jahrelang lag dieser Antrag "auf Eis", wurde in den Gremien des Rates und der Verwaltung hin und her geschoben, zeitweise vergessen, und wir wurden immer wieder vertröstet.
Unser Vorsitzender Hans-Joachim Henke übergab diesen Vorgang seinem Nachfolger Heinz Harries, der wiederum reichte ihn an seinen Nachfolger Georg Vasicek weiter, und als Kurt Kastens 1995 zum Vorsitzenden gewählt wurde, musste der "Druck" machen. - Zunächst
ohne Erfolg.



Es dauerte noch ein Jahr, dann konnte mit dem Anbau begonnen werden. Zunächst wurden alle Arbeiten in Eigenleistung erledigt. Alfred Asendorf hat unermüdlich gemauert. Zeitweise habe man sich sogar gegenseitig auf den Füßen gestanden, lobte Wilhelm Hoge die "Arbeitswut" der Mitglieder.
Spannend wurde es nur noch, als der Durchbruch zwischen Halle und Anbau erfolgte, aber auch dabei wurde dank Hans-Hermann Blome präzise gearbeitet, so dass dieser Anbau am 29. August 1998 eingeweiht werden konnte.

Neue Angebote
Längst hatte sich das sportliche Angebot erweitert. 1989 stellte Wilhelm Hoge seine Idee vor, eine Radwandergruppe zu bilden und schon ein Jahr später erklärte er, es könnte durchaus eine zweite Radwandergruppe gebildet werden, wenn jemand bereit wäre, sie zu leiten.
Bis 1998 blieb dieses Problem ungelöst, dann bot Harald Krüger das "drehzahlreduzierte" Radwandern an, nachdem er im Jahr zuvor die Wandersparte gegründet hatte, die seitdem an jedem dritten Sonntag im Monat wandert und außerdem bereits zahlreiche Wanderwochen veranstaltet hat.


Die Okeler Pedolpetters 1993 beim Heuhotel in Westeremstek 1999 gaben sich die Okeler Radwanderer ihren
Namen "Okeler Pedolpetters", mit dem sie inzwischen weit über Okels Grenzen hinaus bekannt sind.  

De Okeler Pedolpetters­
 

  1


In Okel givt dat son por Froons un Keerls,
jem is an Spoß ok nix to veel.
De set sik op dat schöne Rad,
un föhrt damit dör Land un Stadt.  
Jeden Dönneredag is dat so wiet,
se föhrt jümmer üm de glieke Tied.
Se föhrt mit dat Rad ganz f1itsch un risch
dör dat Feld un dör de Wisch.  
Se strampelt mol bargop bargdol,
dat is de Fronslüer un de Kerls egö1.
Un givt dat ok mol Wind un Regen,
dat rnokt nix, se blievt nich to Huus deswegen.
3 
4
Mol sind se mit tein, rnol sind ok mehr,
dat givt jedsmol mindestens een ton smeern.
Fröhjohr, Sömmer un ok Harvst,
dat Radföhrn , dat mokt jürnmer Spoß.  
Dat Schönste ober, dat kummt an Enn,
denn geiht dat irgentwo na en Heuhotel hen.
Dor weert veele Döntjes un Speele mokt,
dat givt Laune un drinken do wi ok.
In ne Wintertied koomt wi ok nich to roh,
denn geiht alle veer Weeken no de Sporthalle to.
Denn speelt wi Karten bit in de Nacht,
wi hebt spoß vertellt us wat un lacht.  
Nu is dat upmol koomen,
wi han jo jümmer noch keen Nomen.
Nu hebt wi een, is dat nich schön?
Wi sünd de Pedolpettes oder kennt ji noch anders een?


Im gleichen Jahr organisierten sie die erste Spaßfahrt (Fahrradrallye), die über 17 Kilometer um Okel herum führte und bei der die Teilnehmer das "Okeler Lied" um eine fünfte Strophe ergänzen, fünf verschiedene Bierdeckel und vier verschiedene Nudelarten besorgen mussten.


Start zur Fahrradrallye 1999 zu sehen: Hans-Hermann Blome mit seinen Kindern

1995 wurde die Judo-Sparte gegründet, der vier Jahre später bereits 124 Judoka angehörten. Dagegen gab es bei den Fußballern Personalprobleme. Sie hatten zwar das Vereinsheim total saniert, dabei aber offenbar die Jugendarbeit "vergessen", denn mit Nachbarvereinen wurden Fusionen diskutiert.

Nicht nur bei den Fußballern, sondern auch bei den Badmintern, die sich mit dem FC.Gessel-Leerßen auch über eine bis zum heutigen Tage gut funktionierende Spielgemeinschaft einigten.

Andererseits konnte Christa Hoge bei der Jahreshauptversammlung 2000 den "Pluspunkt Gesundheit"vorweisen, der dem TSV Okel "für herausragende Leistungen und qualifizierte Vermittlung gesundheitsfördernder Bewegungsangebote" verliehen wurde.
Im Februar 2002 folgte die nächste Auszeichnung, denn im Auftrage des Turnkreises Diepholz überbrachte Antje Wohlfromm das "DSB-Sportsiegel" und den "Plus-Punkt für Bewegungsgymnastik und Walking"

Betteln bei der Stadt
Die Sporthalle sorgt seitdem wir sie nutzen einerseits für ein großes sportliches Angebot. Sie wird praktisch an allen Tagen der Woche rund um die Uhr genutzt. Unsere Mitgliederzahl hat sich nahezu verdoppelt, aber auch die Probleme nahmen zu.
Die Bewirtschaftungskosten sorgten immer wieder für Rote Zahlen in der Vereinskasse. Kaum war eine Einigung mit der Stadt erreicht, stiegen die Kosten wieder an. Dieser Kreislauf sorgte für regelmäßige Beitragserhöhungen und ständigen Stress bei den Vorstandsmitgliedern, zumal die Stadt Syke an allen Ecken und Enden spart. So schränkte der Bauhof 2002 die Sportplatzpflege ein, genau zu dem Zeitpunkt, als der Platz dringend dräniert werden musste.
Gleichzeitig wurde von ihr der Wartungsvertrag für die Sporthallenheizung gekündigt. Die Hoffnung, der Stadtsportring könnte finanzielle Erleichterungen vermitteln, erfüllte sich nicht. "Ich bin alle 14 Tage zum Betteln bei der Stadtverwaltung", schimpfte Vorsitzender Kurt Kastens im März 2004.
Die viel gepriesene Aktion "Run for energy", durch die ein Nachbarvereijn seine marode Heizungsanlage saniert hatte, sorgte für weiteren Ärger, denn diese Aktion lieferte der Stadtverwaltung ein prima Argument, sich weiter aus der Verantwortung zu stehlen. Dass auch unsere Mitglieder immer wieder bereit sind, Kosten einzusparen, zeigte sich darin, dass der Sportplatz in Eigenarbeit drainiert wurde.

Ferien-Fußballschule - ein "Renner" bei den Nachwuchskickern



Volker Lumpe, unser Fußball-Jugendleiter, hatte im vergangenen Sommer das richtige "Näschen", als er die Fußball-Ferienschule nach Okel verpflichtete. 100 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren beteiligten sich daran. Dabei hatten sich doppelt so viele Kinder angemeldet, aber die Teilnehmerzahl war auf 100 Kinder begrenzt.
Bei dieser Ferien-Fußball-Schule wurden aber nicht nur die Kinder in Fußballtechniken trainiert, auch die Trainer der Heimatvereine schauten aufmerksam zu und profitierten von dieser Veranstaltung, bei der sie wertvolle Tipps für ihre eigenen Trainingsstunden erhielten.

Jugendarbeit im Verein

Im TSV Okel wird in allen Sparten, wo Kinder und Jugendliche Sport treiben eine hervorragende Jugendarbeit geleistet. Dies trifft besonders beim Kinderturnen, Judo, Korbball, Fußball und Badminton zu. In diesen Sparten werden Freizeiten und andere Unternehmungen gestaltet, die auch stets vom Vorstand gefördert wurden.



Unsere Jugendleiterin Birgit Bruns hatte die Idee etwas zu machen, das den Kindern aller Sparten gemeinsam viel Spaß macht. Sie hat erfahren, dass der TSV Okel in alter Tradition Schlagball gespielt hat und hat diese Tradition für die Kinder wieder aufleben lassen.
Jetzt wird jährlich einmal für alle Kinder des Vereins ein Schlagballturnier ausgerichtet.

Ausblick
Vielleicht ist der große Zulauf bei den Jugendfußballern kennzeichnend für die Situation im TSV Okel: Wenn sich engagierte Übungsleiter, Trainer und Betreuer finden, dann hat die davon betroffene Sportart sofort großen Zulauf.
Bisher hat es im TSV Okel immer Damen und Herren gegeben, die dazu bereit waren. Sie haben erkannt, dass sie mit ihrem Engagement zwar einiges an Freizeit opfern, dass sie sich Kritik anhören müssen und manchmal sogar auch finanzielle Opfer bringen. Aber sie sind bereit, dies alles auf sich zu nehmen, weil sie davon überzeugt sind, eine sinnvolle Arbeit zu leisten. Sie haben erkannt, dass eine Gemeinschaft wie der TSV Okel nur funktioniert, wenn sie durch ihr Vorbild dazu beitragen. Leider wird dieses Engagement meistens als selbstverständlich hingenommen, zu oft wird kritisiert und nicht gedankt.
Vielleicht ist so ein Jubiläum ein geeigneter Zeitpunkt, um einmal darüber nachzudenken und die Vorstandsmitglieder und Übungsleiter bei ihrer Arbeit zu unterstützen und ihrer Arbeit Anerkennung zu zollen. Wenn sich diese Denk- und Verhaltensweise wieder mehr in den Vordergrund schiebt, dann werden wir in 25 Jahren wieder einen Grund zum Feiern haben.

Kurt Kastens

1. Vorsitzender
Okel 2008

 

 
   

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